Jun 2022 / Blog / Influencer Marketing Strategie

Influencer-Raten: Metriken, die Sie kennen sollten

Influencer-Marketing ist mittlerweile eine der wichtigsten Strategien der Werbebranche. Doch während sich alle darüber einig sind, wird es bei den Preisen undurchsichtig. Die Produktion von Content braucht Zeit, Arbeit, Kreativität und Können sowie Produktionskosten, doch wie viel sollen Unternehmen für welche Leistung zahlen? Kolsquare hat einige Insights zu den Influencer-Raten in 2022.

Mit einem jährlichen Anstieg von 18,8 % gegenüber dem Wert von 13,8 Milliarden US-Dollar in 2021, wird die Influencer-Marketing-Branche im Jahr 2022 auf 16,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Auch wenn sich die Wachstumsrate im Vergleich zum letzten Jahr verlangsamt hat, ist der Wachstum der Branche seit 2016 trotzdem beeindruckend. Damals war die Marktgröße ein zehntel von heute, nämlich 1,7 Milliarden Us-Dollar. 

Graphik von Oberlo

Demnach ist es nur logisch, dass auch die Zahl der Unternehmen steigt, die mit Influencern zusammenarbeiten wollen, womit Influencer Marketing ein integraler Bestandteil einer jeden Mainstream-Branding Strategie sein sollte. Generell könnte man also von einer Synergie konventioneller Werbung mit Prominenten und inhaltsorientierten Marketingstrategien sprechen.

Während also die Wichtigkeit des Influencer-Marketings mittlerweile unbestreitbar ist, tappen viele Unternehmen bezüglich der Influencer-Raten noch im Dunkeln, denn über eine Sache wird weniger geredet: Geld. Deshalb gibt Ihnen Kolsquare jetzt Einblicke in Preismodelle und Influencer Metriken, die Sie vor der nächsten Kampagnenplanung wissen sollten. 

Das Schwierigste ist, dass es keine Standardtarife für Influencer-Marketing gibt. Kylie Jenner beispielsweise, Teil des populären Jenner-Kardashian-Clan, kassiert 600 000 US-Dollar pro Posting und wirbt vor allem für Luxusmode- und Schönheitsmarken. Doch auch wenn die bestbezahlten Stars bis zu einer horrende Summen pro Post bekommen, ist das natürlich nicht der Durchschnitt. 

Fünf Metriken, die bei der Berechnung helfen

Während es also unmöglich ist, eine allgemein gültige Antwort auf die Frage nach Preisen für Influencer zu geben, gibt es durchaus Indikatoren, die bei der Berechnung helfen. 

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1. Kampagnenziel

Zunächst sollten Sie sich also bewusst sein, was das Ziel Ihrer Kampagne ist. Möchten Sie die Markenbekanntheit steigern? Dann brauchen Sie Influencer mit einer großen Reichweite. Möchten Sie eine besonders hohe Konversion und besonders viele Abschlüsse erlangen? Dann brauchen Sie Influencer mit einer hohen Engagement-Rate. 

Folglich orientieren sich die Preise allgemein an der Zahl der Follower und den Engagement-Raten. Außerdem nicht zu vernachlässigen ist die Deckung der Produktionskosten, die Influencer womöglich haben und je nach Content natürlich variieren. 

Meistens wird für die Berechnung mit dieser Grundformel (auch Tausender-Kontakt-Preis, kurz TKP genannt) begonnen, wobei der unausgesprochene Standard von $100 pro 10.000 Follower in der Branche gilt:

Engagementpreis pro Beitrag + Zuschläge für die Art des Beitrags (x Anzahl der Beiträge) + zusätzliche Faktoren = Gesamtpreis

2. Glaubwürdigkeit des Publikums

Zusätzlich können Sie sich an diesen, persönlichen Faktoren orientieren: Popularität (Starpower), Kreativität oder Einzigartigkeit. Viele Follower helfen Ihnen und Ihrem Kampagnenziel nichts, wenn diese “Fake Follower” und damit nicht Profile von echten Menschen sind. 

Besonders hilfreich ist der Kolsquare Credbility Score. Der eigens von Kolsquare Technologie berechnete Prozentsatz ermittelt jedem Influencer-Profil eine Punktzahl von 100 möglichen Punkten. Damit wird die Qualität und die Echtheit des Publikums indiziert.

3. Eckdaten über Influencer

Bevor Sie nun also eine Kooperation mit einem Influencer verhandeln, sollten Sie eine gründlich recherchieren und alle Informationen zusammentragen, die Sie finden können. Demnach wollen Sie herausfinden, ob das Publikum der Influencer nun im Einklang mit ihrer Zielgruppe ist. 

Auch hier hilft die Kolsquare Technologie: Sie sammelt alle Daten über das Wachstum der Community eines jeden Influencers auf den jeweiligen Plattformen auf denen sie Profile haben unc Content posten. Kolsquare erstellt dann übersichtliche Statistiken und Grafiken, die Sie für Ihre nächste Kampagne nutzen und so gezielter agieren können! 

4. Engagement-Rate

Daten über Engagement sowie View Raten sind ebenfalls einfache und wichtige Indikatoren für die Preisberechnung eines Influencers. Vor allem für Instagram hat Kolsquare ein Tool entwickelt, dass den Wert eines jeden Influencers ermittelt. Mithilfe der mathematischen Formel des KOLculators werden Stories (durchschnittlich drei) und Postings eines Instagram-Profils analysiert. Earned Media Value (EMV) sowie Markttrends werden ebenfalls berücksichtigt. 

Die Erfahrung zeigt, dass Influencer den Wert ihrer Arbeit oft unter- und Marken der Wert oft überschätzen. Der KOLculator und die Kolsquare Datensammlung geben eine realistische Einschätzung und sind deshalb wertvoll für Ihre nächste Kampagne. Außerdem schätzt Kolsquare den Wert alle auf unserer Plattform registrierten registrierten Influencer und der Wert ihrer Inhalte auf den anderen sozialen Medien, wie YouTube, Facebook, Twitter und bald auch TikTok.

Hier geht’s direkt zum KOLculator!

5. Reichweite der Influencer

Wie schon gesagt, spielt die Reichweite der Influencer eine wichtige Rolle bei der Berechnung ihres Preises, denn neben Megastars wie Kylie Jenner gibt es noch viel mehr Content Creator, die von Vorteil für Sie sein könnten. Ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen Ihrer Marke kann das für jede spezifische Kampagne variieren!

Grob lässt sich wie folgend unterscheiden: 

  • VIP > 5 M
  • Top > 1 M
  • Macro > 250 K
  • Mid > 50 K
  • Micro >10 K
  • Nano >1 K

Überblick über die Preismodelle für Influencer

Die Grundformel für die allgemeine Berechnung haben wir bereits erklärt, doch neben dieser gibt es noch weitere Preismodelle. 

  • Cost-Per-Engagement (CPE) = Kosten pro Interaktion, zum Beispiel Like, Kommentar oder Klick
  • Affiliate = Vergütung der Performance anhand vorher definierten Konversion (zum Beispiel Klick, Kauf usw.) 
  • Tagessatz bzw. Jahreskooperation = Bezahlung auf vertraglich definiertem und verhandelten Leistungsumfangs
  • Buy-Out = Erwerb von Rechten und Lizenen
  • Beitragsabhängig (je nach Länge und Zeitaufwand)

Tabelle von Reachbird

Letztlich muss die Art des gewünschten Contents erörtert werden: Was macht für die Kampagne am meisten Sinn? Wofür ist der Influencer bekannt oder was liegt ihm oder ihr besonders gut? Sollen es Bilder oder Videos, Posts oder Storys sein? Ist ein Unboxing, Gewinnspiel, Tutorial oder Live Event gewünscht? Planen Sie einen Account Take-Over oder das Herausgeben von Rabattcodes? 

Außerdem müssen Sie vorher klären, wer nach der Veröffentlichung die Rechte des erstellten Contents behält. Pro-Tips: Das Urheberrecht kann länderspezifisch unterschiedlich sein! Eventuell müssen sich zusätzlich noch Agenturgebühren mit in Ihrem Budget berechnen. 

Nachdem jetzt ein gutes Verständnis der Influencer Metriken etabliert wurde, empfiehlt Ihnen Kolsquare den Beitrag zur richtigen Budgetierung Ihrer nächsten Influencer-Marketing Kampagne: Wie viel kostet Influencer-Marketing wirklich? So budgetiert man richtig!

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