Mai 2022 / Blog / Influencer Marketing Strategie / Soziale Netzwerke

Wie viel kostet Influencer Marketing wirklich? So budgetiert man richtig

Influencer Marketing sollte heute Teil einer jeden Marketingstrategie sein, doch wie viel Budget sollten Marketer einplanen, mit welchen Influencer-Raten müssen sie rechnen und welche Art von Influencer-Partnerschaften gibt es? Dieser Artikel erklärt alles, was Marketer über die Budgetierung ihrer Influencer-Kampagnen wissen müssen.

Bei der Kostenevaluierung für die nächste Influencer Marketing Kampagne gibt es eine Reihe von Faktoren, die Marketer beachten müssen. Selten verlangen Influencer eine Pauschale, denn sie veranschlagen ihre Preise auf der Grundlage einer Marktevaluierung. Folgende Faktoren spielen eine Rolle: Die Reichweite und das Engagement, der Kanal, der genutzt wird, wie viele Beiträge Teil der Kampagne sein sollen und ob es Bilder, Videos oder Audios sind, wie viel Aufwand die Kampagne verlangt, wo die Anzeige beworben und gepostet wird, und schließlich die Agenturgebühren. 

Collabstr, ein weiterer Influencer-Marktplatz, hat im Dezember letzten Jahres einen Influencer Marketing Report für 2022 veröffentlicht. Der Bericht betont die Wachstumsstärke des Influencer-Marktes, der von 9,7 Milliarden US-Dollar in 2020 auf 13,9$ Milliarden in 2021 gewachsen ist. Collabstr vermutet bis Ende 2022 einen weiteren Anstieg auf 13,8$. Hypeauditor prognostiziert sogar noch einen stärken Wachstum in 2022 und bis 2025. Die Kolsquare Studie des letzten Jahres zum Budget des Influencer-Marketings beschreibt nochmals anschaulich, wie lukrativ der Markt ist und mit welchem Potential zu rechnen ist.

Foto via Hypeauditor

Welcher Influencer ist Teil der Kampagne?

Da die Preise im Influencer Marketing nicht standardisiert sind, verlangen Influencer sehr unterschiedliche und individuelle Preise. Diese hängen wesentlich von folgenden Größen ab: Alter, Reichweite, Branche, Lizenzrechte des Contents, Sampling und Reisekosten und Künstlersozialabgaben. 

New call-to-action

Mittlerweile verlangen Influencer der Generation Z auch mehr als ältere Generationen, genauso wie diejenigen mit vielen Followern. Je nach Reichweite ergeben sich demnach bestimmte Kategorien, wobei die Aufteilung nicht starr ist und manche Marketer Mikro-Influencer schon ab 1.000 Followern charakterisieren. 

  • Nano-Influencer: 1.000-10.000 Follower
  • Mikro-Influencer: 10.000-50.000 Follower
  • Mittelgroße Influencer: 50.000-500.000 Follower
  • Makro-Influencer: 500.000-1.000.000 Follower
  • Mega-Influencer: 1.000.000+ Follower

Marketer sollten folgende Grafik im Hintergrund behalten, wenn sie Influencer:inne für ihre nächste Kampagne wählen.

Foto via Kolsquare

Ebenso wichtig wie die Reichweite ist das Engagement, das Influencer mit ihrem Content erzielen. Wie stark und engagiert interagiert das Publikum wirklich mit ihnen? Folglich sind die Preise auch von organischen bzw. gesponserten Inhalten abhängig.

In beliebten Branchen, dazu gehören zum Beispiel Beauty und Fashion, sind die Preise gemäße dem Angebot-Nachfrage-Prinzip niedriger. Wenn weniger Influencer dagegen in Nischenbranchen konkurrieren, können die Preise steigen. 

Sonderkosten, die man zunächst leicht übersieht, sind zum Beispiel die Lizenzrechte für Content, der für die Kampagne verwendet werden soll. Marketer und Influencer sollten das natürlich immer im Vornherein prüfen. Für manche Kampagnen brauchen die Creators ein Sampling des Produktes vor der Umsetzung, aber auch für die Anreise an ein Shooting oder Event können Kosten anfallen. 

Die Künstlersozialabgaben in Deutschland werden für künstlerische oder publizistische Leistungen erhoben. In 2022 bleibt der Wert stabil, womit die Abgabe 4,2% beträgt. Wenn Agenturen  Influencer unter Vertrag haben, zahlen diese auch die Künstlersozialabgabe. 

Auf welchem Kanal wird die Kampagne veröffentlicht?

Durchschnittlich verdienen Influencer pro Beitrag, basierend auf ihrer Branche und der Plattform, die sie nutzen. Relevant für Kampagnen sind 2022 vor allem Instagram, YouTube und TikTok, sowie Facebook, Pinterest, Twitch, Twitter und Snapchat. 

Die Kosten für die jeweilige Social-Media-Plattform werden anhand der Tausend-Kontakt-Preis (TKP), einer gängigen Kennzahl der Medienplanung im Marketing für den Preis von 1.000 Views einer bestimmten Zielgruppe, bestimmt. Bei der Berechnung sind die aktuellen Zahlen entscheidend, wobei diese pro Posting, pro Story, pro Kurzvideo, usw. beachtet werden sollten. 

Durch die Entwicklung verschiedener technologischer Funktionen wissen die Expert bei Kolsquare, wie man relevante Influencer identifiziert, sortiert und schließlich auch engagiert. 

Verhandlungsgeschick ist das A und O

Selbstverständlich in der Branche ist ein gewisses Verhandlungsgeschick und folglich auch die entsprechende Überzeugungskraft. Vergessen dürfen Sie jedoch nicht, dass KOL Experten und Meinungsführer in ihrem jeweiligen Fachgebiet sind. Ihre Follower vertrauen ihnen und schätzen daher auch ihre Empfehlungen. Folglich ist es neben einem überzeugenden Produkt entscheidend, ein passendes Vergütungsmodell zu wählen und eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit zu finden, die beide Parteien glücklich macht. Transparenz sollte hier groß geschrieben werden! So müssen Marketer ihre Erwartungen bezüglich der Kampagne und der demnach eingesetzten Mittel (Posts, Stories, Videos, Lives, Reels, …) klar kommunizieren und die Deadlines fair aber explizit setzen. 

Die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit spannen sich von Shoutouts, Gewinnspielen, Takeovers, Affiliate Marketing und Sponsored Content bis hin zu Seedings und Geschenken. Vergessen Sie jedoch nicht, dass allein das Senden von kostenlosen Sampling ohne konkrete Vereinbarungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zielführend ist. Dagegen kann sich eine langfristig Kooperation rechnen, da sie Loyalität und Glaubwürdigkeit für Ihre Marke fördert. 

Der Instagram KOLculator von Kolsquare

Kommen wir nun zur eigentlichen Budgetierung Ihrer nächsten Influencer-Kampagne. Um sicherzustellen, das die KOLs faire und vor allem angemessene Raten verlangen, müssen folgende drei Faktoren berücksichtigt werden: Influencer-Marketing ROI, vorangegangene Performance bei anderen Kampagnen und die Durchschnittsraten je Medium je Plattform. Besonders hilfreich, vor allem wenn Ihre Marke sich entscheidet mit neuen Partner zusammenzuarbeiten, ist es, die Influencer Rate Cards zu verlangen. Diese zeigen die Raten, die Creators für ihre Kreativität und ihren Einsatz kalkulieren. 

Besonders einfach und vor allem kostenlos geht die Berechnung der Preise für Sponsored Content auf Instagram mit dem KOLculator.

Die Formel des KOLculators für durchschnittlich drei Postings (Feed oder Stories) basiert auf Markt Trends und Earned-Media-Value (EMV). Außerdem eine Rolle spielen die Interaktionsrate und Zahl der Follower. Es lohnt sich definitiv, den KOLculator auszuprobieren, da Influencer:inner-Marketing trotz des großen Potenzials und der großen Beliebtheit immer noch in den Kinderschuhen steckt. 

Während Creators den Wert ihres Contents oft zu niedrig einschätzen, fokussieren sich Marken zu sehr auf subjektive Kriterien, was zu einer Überbezahlung aufgrund eines niedrigen ROI führen kann. Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass die Preise auf Statistiken beruhen und individuelle angepasst werden sollten.

Bei Kolsquare registrierte Influencer erhalten zudem individuelle Preiskalkulationen für YouTube, Facebook, Twitter und bald auch TikTok. Marken, NGOs und Agenturen finden weitere Informationen zur Budgetierung ihrer nächsten Influencer-Marketing Kampagne in der Kolsquare Studie, die bereits erwähnt wurde und hier verlinkt ist oder aber auch auf dem Kolsquare Blog, der regelmäßig über Updates aus der Branche berichtet. 

Kontaktieren Sie unsere Experten für eine kostenlose Demo unserer Influencer-Marketing-Technologie-Lösung.

New call-to-action