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Influencer Marketing ist individuell; jede Zusammenarbeit verläuft anders. Da fällt es manchmal schwer, einen Preis für die Leistung der Creators festzulegen. Doch mit der Zeit haben sich viele verschiedene Richtwerte – die KPIs – herauskristallisiert, die Influencer Marketing messbar machen. Sie sorgen für eine faire Verhandlungsbasis und eine Einschätzung des Contents über das reine Empfinden hinaus. Einer dieser KPIs ist der CPM.

Der Begriff CPM steht für „Cost per Mille“ und wird im Deutschen auch als TKP (Tausend-Kontakt-Preis) bezeichnet. CPM ist also die englische Bezeichnung des deutschen Begriffs TKP, der schon lange vor der digitalen Werbung im Bereich der analogen Medien verwendet wird.
Der CPM ist im Influencer Marketing eine feste Größe und gibt an, wie viel ein werbetreibendes Unternehmen für 1.000 Views (Impressions) eines Posts bezahlt. Die Kennzahl ist also durchaus wichtig, um die Kosten einer Kampagne einzuordnen und verschiedene Creators oder Formate miteinander zu vergleichen.
Genau genommen, geht es also um die Kosten pro Impression, aber da beim CPI extrem kleine Werte entstehen, hat sich etabliert, jeweils 1.000 Impressions anzugeben.
Für sich allein sagt der CPM noch nichts darüber aus, wie erfolgreich eine Kampagne oder ein Creator wirklich ist. Hierfür braucht es zusätzliche KPIs wie die Engagement Rate, die Conversion Rate oder den Return on Investment (ROI).
Und trotzdem ist der CPM ein zentraler Richtwert im Influencer Marketing. Denn er ermöglicht Rückschlüsse auf die Preis-Leistungsrelation eines Creators und macht diese mit anderen Accounts vergleichbar. Für Content Creators bedeutet das: Sie können mit dem CPM herausfinden, wie hoch ihre potenziellen Einnahmen für ein Posting in ihrer Nische sein könnten.
Die Berechnung des CPM erfordert keine weitreichenden mathematischen Kenntnisse. Lediglich zwei Werte müssen bekannt sein: die Kampagnenkosten und die Reichweite (also die Impressions).
CPM = (Kampagnenkosten/Reichweite) x 1.000
Die Zusammenarbeit mit einem Creator kostet zum Beispiel 500 € für eine Instagram-Story, die 50.000 Views generiert → (500 € / 50.000 €) x 1.000 = 10 € CPM.
Du bezahlst also für tausend Kontakte des Creators 10 Euro.
Wenn das Hauptziel der Influencer-Kampagne darin besteht, möglichst viele Menschen zu erreichen – etwa bei einem Launch, einem Awareness-Boost oder einer Markenpositionierung –, ist der CPM entscheidend. Der CPM ist ein relevanter KPI für Awareness-getriebene Kampagnen, Paid Boosts und Branchen-Benchmarks, aber nicht der einzige und nicht immer der wichtigste KPI. Sein Wert entsteht im Zusammenspiel mit den Zielen der Kampagne.
Influencer:innen erhalten also durch den Tausend-Kontakt-Preis einen Richtwert, mit dem sie ihre Arbeit berechnen und in Verbindung mit anderen Angaben wie der Engagement Rate verargumentieren können. Das hilft ihnen in der Verhandlung mit Agenturen oder potenziellen Werbepartnern und strahlt außerdem Professionalität aus.
Aber auch werbetreibende Unternehmen profitieren von dem Wert. Denn er ermöglicht, die Reichweite verschiedener Creators zu vergleichen – unabhängig von der Plattform oder der Follower-Zahl. Zusätzlich lassen sich Werbebudgets wesentliche einfacher kalkulieren, weil schnell klar wird, wie viel Reichweite für das veranschlagte Geld generiert werden kann.
Außerdem hilft der CPM nach Kampagnen-Ende dabei, den Erfolg auszuwerten. Er zeigt im Mix mit anderen, zuvor definierten Richtwerten, ob eine Kampagne effizient oder zu teuer war. Das lässt sich auch als Learning für zukünftige Kampagnen nutzen.
Ob ein CPM gut ist, hängt von der Plattform, der Zielgruppe und dem Content Deiner Anzeige ab. Besonders beim Vergleich mehrerer Creators für die bevorstehende Kampagne ist es wichtig, auch diese Faktoren immer im Hinterkopf zu behalten.
Was verlangen Influencer:innen für gesponserte Inhalte? Und wovon hängen die Influencer-Preise ab? Mit dem Kolculator bietet Kolsquare einen kostenlosen Rechner für Instagram-Kooperationen. Du erhältst anhand des Profils deiner Wahl eine Schätzung des Werts der auf Instagram geteilten Inhalte (Beiträge und Storys). Hier geht's zum Rechner.
Auch das Thema oder die Nische des Creators spielen bei der Aussagefähigkeit des CPM eine große Rolle. Nischen, in denen eine kauffreudige Community wartet, wie beispielsweise Tech oder Business, haben entsprechend einen höheren CPM als reine Entertainment-Accounts mit einer weniger kaufkräftigen Audience.
Der Tausend-Kontakt-Preis unterscheidet sich auch zwischen den Ländern, die ein Creator bespielt. Ob sich ein Land gut auf den CPM auswirkt, wird besonders durch die dortige Wirtschaft bestimmt. Länder, in denen die Menschen genügend Geld besitzen, um online einzukaufen, wirken sich positiv aus. Länder, in denen nur wenig Geld ausgegeben wird, hingehen eher negativ.
Der CPM hilft also Creators und werbetreibenden Unternehmen oder Agenturen gleichermaßen. Er ist einer der Richtwerte, die Influencer Marketing überhaupt erst messbar machen. Er ist außerdem einfach zu berechnen. Trotzdem sollte der CPM immer im Verhältnis betrachtet werden. Der Wert allein sagt noch nichts darüber aus, wie stark die Community eines Creators ist oder wie viel Kaufkraft in ihr steckt.
Neben dem CPM gibt es noch weitere Kennzahlen wie ROI, ROAS, CTR, CPC, CPV oder Cost per Impression. Kolsquare erklärt für Dich in diesem kostenlosen Seminar, wie Du den ROI am besten berechnen kannst. Das ist nämlich gar nicht so schwer.
In diesem Artikel findest du alle weiteren Infos zur Berechnung der wichtigsten KPIs.
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