Wie La Redoute Influencer und Affiliate Marketing kombiniert, um Aufmerksamkeit in Umsatz zu verwandeln

La Redoute hat Influencer und Affiliate Marketing so miteinander verknüpft, dass ein System entsteht, das Aufmerksamkeit erzeugt, Kaufwünsche weckt und konvertiert. Während der Winterschlussverkäufe hat dieser Ansatz, gesteuert über Kolsquare und Affilae, mehr als 90k€ EMV und einen ROI von über 274% erzielt. Jeder Inhalt wurde so zu einem messbaren Business-Hebel.

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Über La Redoute: eine Kultmarke, die sich immer neu erfindet

La Redoute gehört zu den bekanntesten E-Commerce-Marken Frankreichs und ist fest in der Mode- und Einrichtungswelt verwurzelt. Aus einem klassischen Versandkatalog ist eine inspirierende digitale Plattform geworden, die eigene Kollektionen, Partnermarken und redaktionelle Inhalte vereint. Heute spricht La Redoute ein breites Publikum an, mit einem klaren Ziel: begehrenswert bleiben und gleichzeitig performant sein.

Genau das hat Marine Wauquier, Projektleiterin für Affiliate & Influencer Marketing bei La Redoute, von innen heraus miterlebt. Ihre Rolle verbindet Affiliate und Performance Marketing, in enger Zusammenarbeit mit den Brand- und Influencer-Teams für ausgewählte Profile und Kampagnen.

Die Herausforderung: Markenimage und Performance in einem gesättigten Markt vereinen

Starke Handelsereignisse wie Schlussverkäufe erzeugen enormen Wettbewerbsdruck. La Redoute muss gleichzeitig visuell herausstechen, das Markenimage schützen und qualifizierten Traffic sowie Umsatz generieren.

„Die echte Herausforderung bei Schlussverkäufen ist es, sich zu differenzieren, wenn alle gleichzeitig über Rabatte reden", erklärt Marine Wauquier. „Du musst begehrenswert bleiben und trotzdem sehr business-orientiert denken."

Dazu kommt eine strukturelle Komplexität: zwei sich ergänzende Ansätze, brand-getriebenes und performance-orientiertes Influencer Marketing, so zu steuern, dass sie nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander.

Die Strategie: zwei Säulen, eine gemeinsame Logik

Bei La Redoute basiert die Strategie auf zwei eigenständigen, aber miteinander verbundenen Säulen. Auf der einen Seite ein Branding-Ansatz, der auf inspirierende, visuell starke Inhalte setzt. Auf der anderen Seite ein Performance-Ansatz, der über ein strukturiertes Affiliate-Programm gesteuert wird.

„Wir trennen Brand und Performance klar voneinander, suchen aber immer nach Synergien zwischen beiden", sagt Marine. „Manche Influencer-Profile erfüllen beides, und genau da wird es interessant."

Das Ergebnis ist ein hybrides Setup: Einige Creator bauen Interesse auf, andere treiben Conversions, und wenige ausgewählte Profile werden zu echten Business-Partnern, die beides können.

Affiliate Marketing fungiert dabei als roter Faden, der das ganze Jahr über aktiv bleibt. Es sorgt für eine kontinuierliche Markenpräsenz weit über die saisonalen Peaks hinaus und hält Creator auch außerhalb von bezahlten Kampagnen aktiv. So erzielt La Redoute das ganze Jahr über konstante Ergebnisse, ohne allein von saisonalen Spitzen abhängig zu sein. Die Winterschlussverkäufe sind ein konkretes Beispiel, aber die Logik dahinter ist dauerhaft.

Die Kampagne: Winterschlussverkäufe als Praxistest in Echtgröße

Für die Winterschlussverkäufe setzt La Redoute auf ein strukturiertes Aktivierungskonzept, das als vollständiges Influencer-Ökosystem funktioniert, in dem jeder Hebel eine klar definierte Rolle spielt.

„Schlussverkäufe sind ein hochkommerzieller Moment, aber das bedeutet nicht, dass wir das Markenimage opfern dürfen. Beides muss gleichzeitig funktionieren", sagt Marine.

Ein 360-Grad-Setup für den gesamten Funnel

Das Konzept besteht aus drei sich ergänzenden Ebenen: Brand-Aktivierungen, die Interesse wecken und das Image stärken, bezahlte Kampagnen, die die Creator-Kommunikation strukturieren, und eine kontinuierliche Animation des Affiliate-Programms, die Volumen und Conversions treibt. Auf der Brand-Seite aktiviert das Team Creator, die visuell starke Inhalte produzieren und Produkte in inspirierenden Kontexten in Szene setzen können.

„Die Herausforderung ist zu zeigen, dass es wirklich tolle Produkte gibt, auch wenn wir in einer Promotionphase sind und die Bestände zur Neige gehen", erklärt Marine.

Ein redaktioneller Ansatz, der dem Nutzerverhalten entspricht

Auf der Performance-Seite haben Stories Vorrang, weil sie getrackte Links direkt integrieren und ihren Beitrag zum Umsatz präzise messbar machen.

„Wir arbeiten lieber mit Stories als mit Feed-Posts, weil wir dort getrackte Links einbauen und Traffic generieren können", sagt Marine.

Jeder Creator mobilisiert seine Community über Produktauswahlen, die zu seinem persönlichen Stil passen, präsentiert in alltagsnahen Kontexten. Die Empfehlungen wirken nicht wie Werbung. Sie fügen sich natürlich in den regulären Content ein, was Authentizität und klare Conversion-Ziele miteinander vereint.

Parallel zu den bezahlten Aktivierungen spielt das Affiliate-Programm eine zentrale Rolle. Mehr als 200 Affiliates sind während der Schlussverkäufe aktiv und sorgen für eine organische, kontinuierliche Dynamik rund um die Marke. Das Team bespielt das Programm aktiv: regelmäßige Updates zu laufenden Angeboten, Produkt- und Kategorie-Highlights sowie gezielte Möglichkeiten für Affiliates, zum richtigen Zeitpunkt sichtbar zu werden.

„Wir bevorzugen es, wenn Affiliates spontan posten, weil sie eine Aktion oder ein Produkt entdeckt haben, das ihnen wirklich gefällt. Das ist immer authentischer", sagt Marine. „Bei Schlussverkäufen geht es bei uns sehr viel ums Programm-Management. Die Idee ist, Affiliates die richtigen Chancen zu geben, sich im richtigen Moment zu äußern."

Dieses performance-getriebene Modell hat einen oft unterschätzten Vorteil: Es bringt die Interessen der Marke und der Creator in Einklang. Ein Affiliate, der auf Basis der generierten Verkäufe vergütet wird, hat jeden Grund, die Produkte zu empfehlen, die er tatsächlich nutzt und die bei seiner Community ankommen. Die Marke zahlt nur für echte Ergebnisse. Beide Seiten verfolgen dieselben Ziele, was erklärt, warum immer mehr Creator dieses Modell schätzen. Affiliate Marketing bietet ihnen eine regelmäßige, flexible Einnahmequelle, die ihrer Authentizität nicht schadet.

Insgesamt hat die bezahlte Kampagne 9 Micro- und Macro-Profile aktiviert und dabei über 90 Inhalte sowie mehrere Blog-Artikel generiert. Diese Assets lassen sich auf Social Media, in Newslettern und anderen Formaten wiederverwenden.

„Manche Inhalte sind so markentypisch, dass wir von Anfang an wissen, dass wir sie wiederverwenden werden. Andere sind rein auf Performance ausgerichtet. Beides ergänzt sich", sagt Marine.

Creator-Auswahl: Wer inspiriert, wer konvertiert?

Bei La Redoute ist das Casting mehr als das Abhaken von Kriterien in einem Dashboard. Es ist eine Kombination aus Instinkt, Daten und dem Wissen aus vielen Kampagnen.

„Wir orientieren uns natürlich an den Kolsquare-KPIs, vor allem am Credibility Score. Das ist für uns unverzichtbar", erklärt Marine Wauquier. „Diese Qualitätsgarantie ist uns wichtig. Das ist einer der ersten Punkte, die wir uns anschauen."

Das Team nutzt außerdem spezifischere Kolsquare-Filter, wie den ARPP-Filter, um sicherzustellen, dass Profile die Best Practices für verantwortungsvolle Kommunikation und Transparenz einhalten.

Schnell wird das Bild differenzierter. Hinter den KPIs zeichnen sich Rollen ab. Manche Creator bringen das Markenuniversum zum Leben, etablieren eine Ästhetik und erzeugen Lust. Andere sind stärker performance-orientiert: Sie aktivieren ihre Community anders und treiben Traffic, manchmal direkt Umsatz. Dazwischen gibt es hybride Profile, die Brand und Performance verbinden und auf Langfristigkeit setzen. Dieses tiefe Verständnis entsteht durch kontinuierliches Testen und Lernen.

„Man kann nicht im Voraus wissen, ob ein Profil performen wird. Es ist viel Test and Learn", sagt Marine. „Große Profile können genauso gut performen wie kleine. Die Mechanismen sind einfach anders. Wir kreuzen Kolsquare-Daten mit Affilae-Insights, das ermöglicht uns deutlich fundiertere Entscheidungen."

Technologie im Dienst der Strategie: Influencer Marketing zwischen Brand und Performance steuern

Bei La Redoute prägt Technologie, wie Kampagnen geplant, verfolgt und optimiert werden. Kolsquare liefert eine vollständige Sicht auf die Influencer-Performance; Affilae gibt eine präzise Interpretation der generierten Business-Ergebnisse. Die Zusammenarbeit mit Affilae begann im September 2023, einem entscheidenden Jahr, in dem Influencer-Profile verstärkt in Affiliate-Programme integriert wurden und ein wirklich hybrider Ansatz Gestalt annahm.

„Mein wichtigster KPI bleibt die Performance. Aber ich schaue parallel immer auf Influencer-KPIs wie EMV oder Reichweite", sagt Marine.

Schon beim Casting setzt das Team auf einen plattformübergreifenden Ansatz. Kolsquare hilft dabei, Zielgruppen zu verstehen, die Glaubwürdigkeit von Profilen zu bewerten und ihr redaktionelles Universum einzuschätzen. Affilae ergänzt das durch eine konkretere Validierungsebene, indem es die tatsächliche Fähigkeit eines Creators zeigt, Traffic und Umsatz zu generieren.

„Wir nutzen beide von Anfang an. Das gibt uns ein viel vollständigeres Bild", sagt Marine.

Diese doppelte Perspektive begleitet die gesamte Kampagne. Auf Kolsquare analysiert das Team Reichweite, Verbreitung und EMV der Inhalte. Auf Affilae beobachtet es Klicks, Traffic und Verkäufe, mit wöchentlichem Tracking, um bei Bedarf nachzusteuern.

„Ich verfolge die Performance vor allem auf Affilae, meistens wöchentlich, um zu sehen, ob wir auf dem Niveau des Vorjahres liegen."

Kolsquare spielt auch bei der Erfassung von Creator-Inhalten eine Schlüsselrolle, auch rückwirkend. Wenn ein Affiliate spontan außerhalb einer bezahlten Aktivierung postet, wird dieser Inhalt trotzdem erfasst und in die Gesamtbilanz einbezogen. Die Marke erhält so einen vollständigen Überblick über alles, was in ihrem Namen produziert und verbreitet wurde, ohne sich allein auf die Angaben der Creator verlassen zu müssen. Diese Daten reichern die Kampagnenauswertung mit ergänzenden KPIs an: Reichweite, EMV und Engagement, für ein vollständiges Bild, das Brand und Performance miteinander verbindet.

Beim Abschluss-Review fließen beide Datenquellen zusammen und ergeben eine Gesamtsicht, die Brand und Performance nicht mehr trennt, sondern verknüpft. Denn die Customer Journey ist längst nicht mehr linear. Zwischen Inspiration, Consideration und Conversion gibt es viele Touchpoints, und Creator spielen an jedem eine andere Rolle. Affilae zeigt, wer den Kauf tatsächlich ausgelöst hat; Kolsquare beleuchtet, was das Interesse vorher geweckt hat. Zusammen ermöglichen sie ein klareres, vollständigeres Bild der Gesamtperformance.

„Kolsquare und Affilae ergänzen sich wirklich. Das gibt uns eine ganzheitliche Sicht, sowohl auf Brand als auch auf Business", sagt Marine. „Der Funnel ist nicht mehr linear. Er ist heute viel komplexer. Und genau deshalb ist es so wichtig, beides im Blick zu haben."

Ergebnisse: eine Strategie, die Influencer Marketing in einen echten ROI-Hebel verwandelt

Die Winterschlussverkaufs-Kampagne zeigt, wie wirkungsvoll dieser hybride Ansatz ist. Mehr als 2,3 Millionen Menschen wurden erreicht, über 90k€ EMV wurden generiert, der ROI lag bei über 274%, und der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um +145%. Aber über die Zahlen hinaus macht der entscheidende Unterschied die Fähigkeit aus, Influencer Marketing und Performance langfristig zu verbinden. Jede Aktivierung zahlt auf ein größeres System ein, in dem motivierte, loyale Creator zu echten Business-Partnern der Marke werden.

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