Aug 2022 / Blog / Influencer Marketing Strategie

So nutzen sie die Back-To-School-Saison für Ihre nächste Influencer-Marketing Kampagne

Trotz einer unvorhersehbaren Zukunft aufgrund der steigende Inflation sind Eltern bereit Geld für ihre Sprösslinge zum Schulbeginn 2022 auszugeben. Die Back-To-School-Saison ist hinter den Weihnachtsferien die zweitwichtigste Zeit des Einzelhandels, da der Ende des Sommers die Sehnsucht nach neuen Produkten für das kommende Schuljahr bringt. Lesen Sie inwiefern Sie die Saison für Ihre Influencer-Marketing Kampagne nutzen können.

Wie die Umfrage des internationales Netzwerkes für professionelle Dienstleistungen Deloitte zeigt, betrugen die elterlichen Ausgaben pro Kind in 2021 im Durschnitt 612 US-Dollar. Damit war ein Anstieg von 16 % gegenüber dem Schulanfang im Vorjahr zu beobachten. Die Ergebnisse beweisen auch, dass Nachhaltigkeit und die psychische Gesundheit der Kinder für Eltern an erster Stelle stehen, während Eltern mehr in Geschäften einkaufen statt online zu bestellen und sich generell weniger auf Empfehlungen in den sozialen Medien verlassen.

Die Back-To-School-Saison, die von Mitte des Sommer bis zum Frühherbst reicht, ist mittlerweile auch in Europa bekannt für Rekordumsätze. Eigentlich stammt der Hype um den Schulanfang mit großen Partys und vielen Angeboten nämlich aus den USA, ähnlich den Shopping-Erlebnissen wie Black Friday oder Cyber Monday. Besonders beliebt sind bei Käufern natürlich Schreibwaren, aber auch Elektronik-Produkte. 

Nach zwei turbulenten Pandemie-Jahren sollen die Schulen jetzt ja wieder regulär öffnen. Auch wenn die steigende Inflation Käufer*innen eventuell etwas zögerlich macht, können Sie Ihre Marke trotzdem auf die Saison vorbereiten und von ihr profitieren

Allgemeine Eckdaten zur Back-To-School-Saison

In Deutschland werden die Sommerferien von den einzelnen Bundesländern bestimmt. Während Schüler*innen in Hamburg schon Anfang/Mitte August ihre Schulranzen schultern können, geht es in Bayern erst einen Monat später los. Folglich kann man mit Sicherheit einen Zeitraum von Anfang August bis Mitte September für eine Marketing-Kampagne zum Schulbeginn festlegen. Ebenso variieren die Termine in Österreich und der Schweiz, während die Sommerferien in Spanien bis Mitte September, in Frankreich, Italien und Kanada bis Anfang September und in den USA von Mitte Juli bis Mitte September dauern. Mehr Informationen zum Schulanfang in anderen Ländern finden Sie auf Schulferien.org.

Die amerikanische Nationale Vereinigung des Einzelhandels (National Retail Federation, NRF) veröffentlichte einige Eckdaten zur letztjährigen Saison, die noch stark von der Covid-19 Pandemie beeinflusst war. Am meisten gekauft wurden 2021 demnach Elektronik, Kleidung und Schuhe, wobei technische Geräte heute wie Rucksäcke und Ordner zu alltäglichen und unverzichtbaren Schulutensilien gehören. Als Konsequenz der Gesundheitskrise sind gleichzeitig aber auch Hygieneprodukte wie Reiningustücher und Desinfektionsmittel wichtig für den Schulalltag geworden.

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Einschulung vs. Studentenrabatte

Back-To-School Aktionen sind besonders effizient für Produkte, die auf die Einschulung gemünzt sind, aber auch Erst-Semester und Studenten im Allgemeinen können eine lukrative Zielgruppe darstellen. Logischerweise unterscheidet sich der Bedarf dabei sehr. 

Marketingkampagnen für Schulanfänger sollten sowohl auf die Kinder selbst, aber vor allem auf die Eltern abzielen. Student*innen dagegen sind eine eigenen Zielgruppe, die vor allem an gesonderten Angeboten für den Uni-Alltag interessiert ist. Besonders beliebt sind elektronische Produkte, weshalb sich Apple und Microsoft zum Beispiel auf Studentenrabatte konzentrieren. Außerdem ziehen Studierende gerade aus und übernehmen (vielleicht zum ersten Mal) für sich selbst Verantwortung, verdienen Geld und wollen sich gegebenenfalls sogar neu erfinden.

Bild via Apple

In Deutschland müssen Studenten sich bei UNiDAYS anmelden, um ihren Studentenstatus verifizieren zu lassen. Die Website UNiDAYS bietet zudem Rabatte auf mehr als 50 Marken und ein Brand Ambassador-Programm, wofür sich jeder und jede einfach bewerben kann: “Wenn du die Marke UNiDAYS liebst, kannst du in kürzester Zeit Geld verdienen.”

Wie auch Sie ein Brand Ambassador-Programm starten und Influencer*innen zu ihren Markenbotschafter*innen machen lesen Sie über diesen Link auf dem Kolsquare Blog.

Wie die Graphik oben zeigt überlappen die Kaufkategorien für Schüler*innen und Student*innen bei Kleidung und Elektronik, wobei für jüngere Konsument*innen Schuhe vor Möbel und Gegenstände der Inneneinrichtung kommen. Diese Tatsache überrascht wegen gerader genannter Signifikanzen jedoch kaum. 

Während Eltern, Schüler*innen und Student*innen offensichtliche Zielgruppen für Back-To-School-Marketingkampagnen darstellen darf auch das Lehrpersonal nicht vergessen werden. Planen Sie also sorgfältig, wen Sie mit Ihrer Strategie ansprechen wollen. Diese Zieldefinitionen können sich natürlich ändern oder überlappen, gezielte Angebote, Gutscheine oder Rabattaktionen sind dennoch empfehlenswert. 

Weitere Ideen sind 2-für-1-Angebote, kostenloser Versand, zeitlich terminierte Specials, Werbegeschenke, Treue-Kunden-Discount oder Vorverkauf für beispielsweise Newsletterabonnent*innen. 

Influencer-Marketing in der Back-To-School-Saison

Wenn es um Produktempfehlungen geht vertrauen vielen Kunden der Expertise ihrer Lieblingsinfluencer*innen. Für Ihre Schulanfangskampagne können Sie mit unterschiedlichen Creator*innen zusammenarbeiten, um Sales zu generieren und Ihre Markenbekanntheit auf persönlichem Weg zu steigern. Ideen für die Zusammenarbeit mit Influencer*innen sind Gewinnspiele oder Promo-Codes. 

Für Schulanfänger ist es ratsam, zunächst an die Eltern heranzutreten. Suchen Sie sich Familienblogger*innen, die selbst Ihrer Zielgruppe entsprechen und Ihre Produkte demnach an das richtige Publikum empfehlen können. Wie vorher schon angesprochen konzentrieren sich Eltern zudem mehr auf Nachhaltigkeit und auf die psychische wie physische Gesundheit ihrer Kinder, weshalb Sie darauf Achten sollten, in Ihrer Kampagne nicht nur Rabatte sondern auch Ihre Markenwerte zu kommunizieren. 

Kumiko Love, oder auch @thebudgetmom, gibt Ratschläge für Budgets und Haushaltsführung. Auch in der Back-To-School-Saison gibt sie Tipps, wie Ausgaben minimiert werden können. Da die steigende Inflation in 2022 viele Familien beeinflussen wird, könnte Love eine gute Partnerin sein, sich auch langfristig als verantwortliche Marke zu positionieren.

Rat und Empfehlungen von der großen Schwester will man vielleicht nicht hören, nimmt man dann aber doch an? Zumindest letzteres trifft sicherlich auf viele der 361.000 Abonnent*innen von Lisa Phan auf YouTube zu. Die Amerikanerin gibt Tipps zum Lernen, Organisieren und Steigern der Produktivität in der Schule und jetzt auch Uni. Zudem vergleicht sie Produkte und lässt ihre Follower*innen an ihrem Collegealltag teilhaben. In ihrem Moving-Vlog zeigt sie, was sie alles für ihren Umzug zum Start der Uni mitgenommen oder gekauft hat. Marken können mit diesem authentischen Content vor allem ihre Markenbekanntheit steigern und sich langfristig eine gute Beziehung zu den Käufer*innen aufbauen. 

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